Amine Helou

arteMusica-Stipendiat

Amine Helou wurde 1995 in Syrien geboren und ist libanesischer Staatsbürger. Er erhielt seinen ersten Klavierunterricht bereits im Alter von vier Jahren, studierte später am Sulhi-Al Wadi Musikinstitut in Damaskus und begann im Jahr 2017 in Berlin sein Bachelor-Studium an der Barenboim-Said Akademie bei Emanuel Krasovsky, Giuseppe Guarrera und Michael Wendeberg. Derzeit studiert er im zweiten Jahr des Masterstudiengangs Konzert an der Musikhochschule HEM in Genf mit dem namhaften Pianisten Nelson Goerner.

Amine begann schon im Alter von sechs Jahren, Konzerte zu geben und erwarb als Zehnjähriger seine erste Auszeichnung von der „New Names Foundation“ — einen Meisterkurs mit Prof. Vassily Ermakov an der Moskauer Tschaikowsky-Musikschule. Im Alter von elf Jahren gewann er als jüngster Teilnehmer des I. Damaskus-Klavierwettbewerbs für junge Talente (2007) den  Sonderpreis als „promising talent“. Sein erstes großes Solokonzert in Damaskus gab er mit zwölf.

Er wurde vom Haus Marteau in Lichtenberg mit zwei Preisen geehrt (2009) und konzertierte dort. Mit 16 Jahren gewann er den 1. Preis im IV. Internationalen Klavierwettbewerb Sulhi-Al Wadi im Opernhaus von Damaskus. In Syrien pflegte er eine intensive Konzerttätigkeit.

Seitdem er im Jahr 2015 nach Deutschland kam, trat er u. a. beim Sächsischen Mozartfest in Chemnitz auf und erhielt Klavierunterricht von Maestro Daniel Barenboim und  Prof. Eldar Nebolsin.

Zudem seien folgende wichtige Konzerte und Projekte der letzten Jahre genannt:

Er war Finalist der Young Artist Foundation YAF (2018) in Hannover, gab im Pierre Boulez Saal in Berlin ein Solokonzert für die UNESCO im internationalen Programm kulturweit (2020) sowie ein Konzert im Rahmen der Konferenz für Migrationsliteratur (2021). Für die UN spielte er ein virtuelles Konzert anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen (2021). Regelmäßig konzertiert Amine auch in Italien: in Udine, auf Sizilien und beim Virtuoso & Belcanto Festival in Lucca.

Im Jahr 2022 nahm er am Klaviermarathon-Konzert in Genf teil, gab ein Benefizkonzert zur humanitären Hilfe für die Urkaine und realisierte ein Musikprojekt, in welchem er die Klavierwerke der syrischen Komponisten Sulhi-Al Wadi und Walid Hajjar aufnahm (gefördert über Neustart Kultur) und sie in Konzerten aufführte. Zudem spielte er zwei Solo-Recitals im Opernhaus von Damaskus. Hier wird er im Sommer 2023 sein erstes Solokonzert mit dem Syrischen Symphonieorchester geben.